Lernen gelingt reich an Sinnen ...

... und Lernen gelingt gut mit a l l e n  Sinnen.

Der Mensch hat mehrere Sinne. Man ist geneigt zu sagen, er ist ein "sinnvolles" Lebewesen. Faszinierend ist, dass die Natur ihm einige Sinnesorgane doppelt geschenkt hat. So kann der Mensch mit zwei Augen sehen: Das Überkreuzen der Sehnerven, die vom rechten Auge zur linken Gehirnhälfte und vom  linken Auge zur rechten Gehirnhälfte führen, ermöglicht ein „komplexes“ Sehen im Raum. Das Messen von Entfernungen, Bewegungen und Fixpunkten gelingt mittels „biologischer Trigonometrie“ im Gehirn, das über die mithilfe der Augen ein farbenfrohes und detailreiches Bild der Umwelt im Kopf erstellt.

 

Nicht weniger beeindruckend der Tast-sinn: Schier unendlich viele Nerven in den Fingern mögen uns in Bruchteilen von Sekunden die Informationen über die Beschaffenheit von Gegenständen, Oberflächen und Körpern an das Gehirn vermitteln. Greifen eines Stiftes? Fassen eines Papiers?  ... . Ohne diese feine Sinneswahrnehmung in den Fingerspitzen wäre uns dies nicht möglich.

 

Mit der Nase riechen wir ein gutes Essen, den Duft eines verfühererischen Parfüms, die Brust der Mutter, ... . Der Geruchssinn begleitet uns und ist omnipräsent. Vielfach hat er Eingang in die Sprache gefunden: „Ich kann Dich nicht riechen“ oder „Ich habe die Nase voll!“ sind Beispiele für Redewendungen, die  sehr direkt und sehr kraftvoll einer Abneigung gegenüber einer Person oder einer Angelegenheit Ausdruck verleihen.

 

Den Geschmackssinn zu beschreiben ... bedarf keiner weiteren Erläuterungen. So machtvoll und intensiv ist er - und bei jeder Mahlzeit, die wir zu uns nehmen, zeigt sich seine Wirkung auf unser Empfinden und unsere Wahrnehmung.

 

Schließlich die Ohren. Wunderwerke der Natur und in vielerlei Hinsicht von besonderer Qualität. Im Bauch der Mutter entwickeln sie sich früh, und sie vermögen dem Ungeborenen bereits eine Fülle an Informationen zu vermitteln. Anders als im Fall der Augen werden die Informationen nicht auf die jeweils andere Hemisphäre der Gehirns geleitet, sondern gelangen - quasi ohne Umwege - direkt in die Zentren unseres Bewusstseins und unseres Unbewussten - beides: bei Tag und bei Nacht. Gemeinsam mit dem Gleichgewichtssinn verhelfen sie uns, die Balance zu wahren.

Isoliert funktionieren diese Sinne, gewiss: Im Dunkeln sehen wir nicht, doch das Hören gelingt. Und wenn Astronauten im All den Defekt ihres Mikrofons erfahren oder krankheitsbedingt Patienten die Stimme versagt,  können sie ihre Handzeichen sehen oder auch miteinander über die Augen kommunizieren.

 

In beiden Fällen jedoch, sowohl im All als auch auf Erden, macht sich beim Menschen Unbehagen breit. Und nur ungern verlässt er sich einzig und allein auf einen Sinn.

 

Denn intuitiv weiß er, dass sich die Umwelt am besten nur „sinnvoll“ erfassen lässt.

 

Und dass er über das gleichzeitige Hören und Riechen, das Sehen und Schmecken, das Greifen und Balancieren ein ganzheitliches Bild, ein Sinnbild seiner Umwelt, wesentlich genauer und schärfer zeichnen kann, als im Fall einer einseitigen Wahrnehmung mittels nur eines der Sinne.

 

Der Mensch lebt im Raum und bewegt sich in den drei Dimensionen: der Länge, der Breite und der Zeit. Sein Wahrnehmen ist im Verlauf der Jahrtausende, der Millionen Jahre entwickelt - im sinnlichen Zusammenhang und dem Wechselspiel mit diesem Raum. Und dies hat ihm erfolgreich das Überleben gesichert.

 

Denn auf Grundlage seiner Sinneskraft war der Mensch in der Lage die Umwelt zu erfahren. Zu lernen. Sein Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Der Mensch lernt noch heute so am besten: ganzheitlich und sinnreich.

 

Die Frage, die sich stellt: Ist dieses sinnreiche Lernen allein am Computer - auf  einer Länge von 30 Zentimetern, einer Höhe von 20 Zentimtern und einer Flachheit von vielleicht einem halben Zentimetern - optimal möglich? Unwahrscheinlich. Und wohl ist dies weniger Ausdruck eines sinnreichen Erfahrens, denn einer sinnlichen Armut.

 

Einer Armut, deren Wirkung wohl erst in Zukunft erfahrbar werden würde; losgelöst von allen Sinnen und wie von Sinnen und leider von Neuem nahezu unbegreiflich ... .

 

So ist ein Sinnesreichtum beim Lernen wünschenswert. Und dass mit allen Sinnen gelernt werden kann, mit Kopf und Hand und damit mit Verstand.


... and Learning works well with a l l senses.

Humans have several senses. One is inclined to say that he is a "meaningful" being. It is fascinating that nature has given him two senses twice. This is how people can see with two eyes: crossing the optic nerves, which lead from the right eye to the left brain and from the left eye to the right brain, enables “complex” vision in space. Distance, movements and fixed points are measured using "biological trigonometry" in the brain, which uses the eyes to create a colorful and detailed picture of the environment in the head.

 

The sense of touch is no less impressive: almost an infinite number of nerves in our fingers may convey information about the nature of objects, surfaces and bodies to the brain in a matter of seconds. Grasping a pen? Hold a paper? ... Without this fine sensory perception at our fingertips, we would not be able to do this.

 

With the nose we smell a good meal, the smell of a perfume, the breast of the mother, .... The sense of smell accompanies us and is omnipresent. In many cases, he has found its way into the language: “I can't smell you” or “I'm fed up!” Are examples of idiomatic expressions that express a dislike of a person or a matter very directly and very powerfully.

 

Describing the sense of taste ... needs no further explanation. It is so powerful and intense - and with every meal we eat, its effect on our feelings and perceptions is shown.

 

Finally the ears. Miracles of nature and in many ways of special quality. They develop early in the mother's womb, and they can already convey a wealth of information to the unborn. In contrast to the case of the eyes, the information is not directed to the other hemisphere of the brain, but goes - almost without detours - directly to the centers of our consciousness and our unconscious - both: day and night. Together with the sense of balance, they help us to keep our balance.

These senses work in isolation, to be sure: we don't see in the dark, but we can hear. And when astronauts experience the defect of their microphone in space or the voice fails due to illness, they can see their hand signals or communicate with each other via the eyes.

 

In both cases, however, both in space and on earth, discomfort spreads to humans. And he is reluctant to rely solely on one meaning.

 

Because intuitively, he knows that the environment can best only be sensed.

 

And that by hearing and smelling, seeing and tasting, grasping and balancing at the same time, he can draw a holistic picture, a symbol of his environment, much more precisely and sharply than in the case of one-sided perception using only one of the senses.

 

Humans live in space and move in three dimensions: length, width and time. His perception is in the course of the millennia that develops millions of years - in the sensual context and the interplay with this space. And this has successfully ensured his survival.

 

Because based on his sensory power, man was able to experience the environment. To learn. To expand and deepen his knowledge. People still learn best this way: holistic and meaningful.

 

The question that arises: Is this meaningful learning possible on the computer alone - over a length of 30 centimeters, a height of 20 centimeters and a flatness of maybe half a centimeter? Unlikely. And it is probably less an expression of meaningful experience than of sensual poverty.

 

Poverty, the effects of which would probably only be experienced in the future; detached from all senses and as senses and unfortunately again almost incomprehensible ....

 

So a wealth of senses in learning is desirable. And that you can learn with all your senses, with your head and hand and therefore with your mind.