Das Verständnis der Menschen füreinander in den globalen Dörfern der Erde

Miteinander leben und voneinander lernen in den globalen Dörfern des Planeten

Eine Erscheinung, die spannend ist, ist der globale Austausch von Informationen und die weltweit vernetzte Kommunikation. Ältere erinnern sich: Die Reise im Sommer nach Italien, Österreich oder Ungarn war das Highlight der Urlaubsplanung im Jahr. Und es war die Möglichkeit, einmal im Jahr, ein fremdes Land zu erkunden. Man kam in Kontakt mit dem anderen Essen, erlebte das andere Klima, die andere Sprache, und vieles mehr. Es waren bereits tolle Erfahrungen, die Menschen in einer zunehmend mobilieren Welt haben sammeln können; und die vielstündigen Autofahrten über den Brenner und unter der sengenden Julisonne Ungarns sind für viele unvergessliche Erinnerungen.

 

Zugleich: Wer interessierte sich im Verlauf einer solchen Reise für die Namen der jeweiligen Landespolitiker? Befasste sich jemand ernsthaft mit den gesellschaftlichen Zuständen in dem jeweiligen Land? Und über den Wechselkurs hinaus: Wohl die wenigsten widmeten sich den ökonomischen Beziehungen, die das jeweilige Land in Kontakt mit Deutschland oder anderen Ländern pflegte.

 

Faszinierend hingegen ist die heutige Zeit: Wohl nie in der Geschichte der Menschheit hat es ein derartig hohes Informationsaufkommen gegeben. Online und offline gibt es zahllose Medien, die über die verschiedenen Regionen des Planeten berichten. Via Internet kann man quasi von zuhause aus verreisen - digital und bis in die entlegendsten Winkel der Welt. Weit über den Urlaub hinaus. Und zu jeder Jahreszeit.

 

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl internationaler Konferenzen, Meetings und Treffen. Verschiedene Organiationen tauschen sich aus. Allein im Bildungsbereich gibt es heute unendlich viele Kooperationen zwischen Schulen und Universitäten. Und vieles mehr.

 

Dieser Austausch und die damit verbundenen Inhalte werden multimedial transportiert, wiederholt und gelangen so in das Bewusstsein vieler interessierter Menschen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, ihre "Mental-Maps" stetig zu erweitern. Damit einher gehen zwei schöne und begrüßenswerte Effekte.

 

Zum einen hat ein jeder die Möglichkeit, sein Faktenwissen zu erweitern. Man merkt dies etwa am Beispiel der EU: Die Menschen schauen seit Jahren viel aufmerksamer über die "Tellerränder" ihrer jeweiligen Länder - man beschäftigt sich mit Griechenland, der Situation in England, den Entwicklungen, die sich in Spanien ereignen, ... . Sogar die Namen der Politiker in diesen anderen Ländern sind einer breiten Masse von Menschen in der Bevölkerung heute viel geläufiger, als dies noch vor 20, 30 Jahren der Fall war. Ein ähnliche Entwicklung lässt sich in Asien beobachten, wo die Menschen sich viel ausgiebiger mit den Geschehen in ihren Nachbarländern befassen als ehedem.

 

Neben dieser Möglichkeit zur Erweiterung des Faktenwissens, gibt es den Effekt der Sensibilisierung. Die vielen Berichte und Informationen aus anderen Regionen der Erde tragen dazu bei, dass Menschen sich quasi "wiedererkennen"; und sie merken, dass beispielsweise Fragen des demografischen Wandels, Fragen des Klimawandelts, einfach auch Fragen des Alltags in anderen Teilen der Erde eine ebenso wichtige Rolle spielen.

 

Diese Sensibilisierung kann zu einem erhöhten Verständnis beitragen - zu der Einsicht, dass es eben der einzige Planet ist, den wir Menschen bewohnen. Und dass es sich lohnt, voneinander zu erfahren und voneinander zu lernen, um Ideen für die Überwindung der überall ähnlichen Herausforderungen auszutauschen. Oder, um einfach nur kreativ zu sein. Es ist nicht das eine "globale Dorf" in dem wir leben, vielmehr bewohnen wir viele globale Dörfer. Und immerhin: Diese Vorstellung impliziert, dass Menschen sich mehr denn je gut erreichen und einander verstehen können. 

 


Living together and learning from each other in the global villages of the planet

One phenomenon that is exciting is the global exchange of information and globally networked communication. Older people remember: The trip to Italy, Austria or Hungary in summer was the highlight of the year's holiday planning. And it was the opportunity to explore a foreign country once a year. One came into contact with the other food, experienced the different climate, the different language, and much more. These were already great experiences that people have been able to gather in an increasingly mobile world; and the many hours of driving over the Brenner Pass and under the scorching July sun of Hungary are unforgettable memories for many.

At the same time: Who was interested in the names of the respective national politicians during such a journey? Did anyone seriously concern themselves with the social conditions in the respective country? And beyond the exchange rate: Probably very few people devoted themselves to the economic relations that the respective country cultivated in contact with Germany or other countries.

What is fascinating, however, is the present day: probably never in the history of mankind has there been such a high volume of information. Online and offline there are countless media that report on the different regions of the planet. Via the Internet you can travel from home - digitally and to the remotest corners of the world. Far beyond the holidays. And at any time of the year.

 

In addition, there are a large number of international conferences, meetings and conventions. Different organizations exchange information. In the field of education alone, there is an infinite number of cooperations between schools and universities today. And much more.

This exchange and the associated contents are transported and repeated through multimedia and thus reach the consciousness of many interested people. This gives them the opportunity to constantly expand their "mental maps". This is accompanied by two beautiful and welcome effects.

On the one hand, everyone has the opportunity to expand their factual knowledge. You can see this, for example, in the example of the EU: For years, people have been looking much more attentively over the "edges of their plate" of their respective countries - they are looking at Greece, the situation in England, the developments that are taking place in Spain, ... . Even the names of politicians in these other countries are much more familiar to a broad mass of people in the population today than they were 20 or 30 years ago. A similar development can be observed in Asia, where people are much more closely involved with what is happening in their neighbouring countries than before.

In addition to this opportunity to increase their factual knowledge, there is also the effect of sensitization. The many reports and information from other regions of the world help people to "recognize" each other; and they notice that, for example, questions of demographic change, questions of climate change, simply questions of everyday life in other parts of the world play an equally important role.

 

This sensitization can contribute to a greater understanding - to the realization that this is the only planet we humans inhabit. And that it is worth learning from each other and exchanging ideas on how to overcome the challenges that are similar everywhere. Or simply to be creative. It is not the one "global village" we live in, but we inhabit many global villages. And yet: This idea implies that people can reach and understand each other more than ever before.